Digitale Tools im Change

Warum digitale Tools im Change

Digitalisierung ist das beherrschende Thema. Unzählige Artikel, Konferenzen und Bar Camps haben inzwischen stattgefunden, um all das, was mit Digitalisierung gemeint und davon betroffen ist, zu erörtern und Lösungen zu kreieren.

Neben der zentralen Erkenntnis, dass Geschäftsmodelle, Strukturen und Prozesse im digitalen Zeitalter angepasst werden müssen, stehen immer mehr Unternehmen vor der Herausforderung, …

  • … wie das Ganze in die Köpfe der Mitarbeiter kriegen?

  • … wie das alles angehen? Wo anfangen?

  • … wie kommen wir zu unserem gewünschten Ziel? Was ist unser Ziel?

  • … reicht ein vorsichtiges Ausprobieren oder müssen wir uns grundlegend neu erfinden?

Diese fundamentalen Fragen können/sollten nicht pauschal beantwortet werden. Was aber sicher zu sein scheint: beim Wollen und Absichtserklärungen allein darf es nicht bleiben. Wenn die Entscheidung für einen neuen Weg getroffen wurde, gilt es mutig, konsequent und mit der nötigen Geschwindigkeit die Veränderungen voranzutreiben. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die angestoßene Transformation im Sande verläuft.

Aus diesem Grunde ist es zentral auch zu hinterfragen, wie die Umsetzung gestaltet werden sollte. Einerseits ist das Bewusstsein, dass ein professionelles Change Management für die Wirksamkeit der Transformation notwendig ist, in den letzten Jahren gestiegen. Andererseits stellt sich die Frage, inwieweit traditionelle Change Management Ansätze den Anforderungen an derzeitige Veränderungen noch genügen? Wie wird damit umgegangen, dass beispielsweise langfristige Planungsphasen bei Beginn der Umsetzung schon wieder veraltet sind? Welche Formate, Methoden und Art von Interventionen passen noch zu den neuen Anforderungen?

Vor diesem Hintergrund halte ich es für notwendig, dass alle Interventionen, Methoden und Formate hinterfragt werden, ob diese noch richtig eingesetzt werden, angepasst werden können oder gänzlich neu gedacht und entwickelt werden müssen. Das bedeutet aber auch, dass nicht alles über Bord geschmissen werden sollte, nur um vermeintlich Neuem zu weichen. Die zentrale Überlegung dahinter ist, wie wir digitale Transformationen nicht nur kraftvoll und sinnhaft begleiten können, sondern den digitalen Wandel nutzen, um auch das Change Management wirksamer zu machen.

Eine Möglichkeit bieten hierzu digitale Tools, um Veränderungsprozesse in Organisationen sinnvoll zu unterstützen oder gar zu beschleunigen. Gibt es in vielen Bereichen von Unternehmen bereits Bestrebungen, generierte Daten zum Zwecke besserer Entscheidungen nutzbar zu machen, stößt dies bei Veränderungsprozessen noch vorwiegend auf Widerstand bei Verantwortlichen. Dabei bieten insbesondere digitale Tools die Chance, das Verhalten und die Bedürfnisse der Menschen in Veränderungsprozessen besser zu verstehen, damit auch zielgerichtetere Interventionen zu gestalten und bessere Entscheidungen treffen zu können.

Die Landschaft verfügbarer digitaler Tools ist derzeit so vielfältig und leicht zugänglich, wie nie zuvor. Allerdings gilt, dass nicht das Tool den Prozess und die Lösung bestimmen sollten. Vielmehr sollte es als Vehikel verstanden werden, um etwas einfacher, besser und oder schneller zu erreichen. Die Aufgabe, das Ziel ist zu definieren, nehmen auch neue Tools den Verantwortlichen nicht ab.

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